Skip to content Skip to sidebar Skip to footer

Playoff-Krimi überschattet von Verletzungen

Fotos von Sabrina Waldbauer

Mit einer starken Season konnten sich die Mostviertel Dukes das Heimrecht für das
erste Playoff sichern. Einige Spieler der Dukes hatten mit den Grizzlies aus
Stockerau noch eine Rechnung offen, denn im Challenge Bowl von 2024 mussten
sie sich – damals noch als Mostviertel Bastards – den Gästen geschlagen geben. Am
Tag davor konnte sich der zweitplatzierte der Westconference der Division-II, die
Ried Gladiators gegen die Ebenfurth Mustangs durchsetzen, somit stand der erste
Finalist für den Iron Bowl bereits fest.
Aufgrund der Wetterbedingungen war der Start des Spiels sehr lauflastig. Die
Grizzlies konnten mit ihrer Offense und einem konsistenten Run-Game über das
Feld der Dukes marschieren. An der heimischen 15-Yard-Linie konnte sich die
Defense der Dukes letztendlich durchsetzen. Ein rettender Shoelace Tackle von #99
Hannes Aigner war ein echtes Highlight des ersten Drives.
Die Offense der Dukes kam gleich in Fahrt. Mit wenigen, aber langen Runs konnten #29 Daniel Engl und #2 Benjamin Liedlbauer in die Redzone der Gäste kommen.

Jedoch wurde das Spiel leider wegen einer gravierenden Verletzung länger
unterbrochen.
Nach dem Schock der Verletzung konnten die Dukes durch einen Lauf von #2
Benjamin Liedlbauer die ersten 7 Punkte auf die Tafel bringen. (7:0 PAT gut)
Der nächste Drive der Grizzlies startete schlecht für die Gäste. Ein Quarterback-
Sack von #0 Elias Dorninger und darauffolgende Strafe wegen eines False Starts
brachten die Grizzlies in eine schwierige Feldposition, sodass sie den Ball
letztendlich wieder an die Dukes abgeben mussten.
Die Offense der Dukes kam leider auch nicht ins Laufen. Bei einem wichtigen 4.
Versuch entstand ein Fumble und somit kam es zu einem Turnover on Downs.
Die Dukes Defense konnte aber wieder genug Druck aufbauen und zwang den
Quarterback zu einem unüberlegten Wurf. #3 Jakob Zeitlhofer konnte den Pass
abfangen und schickte die Dukes-Offense wieder aufs Feld.
Es war eine Defense-Schlacht, denn die jeweiligen Offenses der Dukes und
Grizzlies wurden mit einem „3 and out“ vom Feld geschickt. Mit einem Stand von 7:0
für die Dukes ging es in die Halbzeit.
Unglücklicherweise kam es nach der Halbzeit zu einer zweiten schwerwiegenden
Verletzung, diesmal auf Seiten der Dukes. In so einer Schrecksekunde ist es schön
zu sehen, wie dieser Sport die Mannschaften verbindet. Dank einem geschulten
Personal auf Seiten der Gäste konnte die Situation schnell unter Kontrolle gebracht
werden. Die zweite und glücklicherweise letzte Fahrt ins Krankenhaus begann und
das Spiel konnte fortgesetzt werden.

Nach der längeren Verletzungspause schwächelte das Momentum der Dukes und
eine starke Defense der Gäste zwang die Offense zu einem Field-Goal-Versuch, der
missglückte.
Die Grizzlies konnten sich weiter in Richtung Endzone der Gastgeber kämpfen, eine
15-Yard-Strafe aufgrund eines Facemasks der Defense half ebenso dabei. Mit
einem Touchdown-Run von #24 Adrian Rodas Reyna konnten die Gäste aufholen.
Zum Glück der Dukes ging der PAT daneben. (7:6)
Im letzten Viertel mobilisierten beide Teams noch einmal ihre Reserven. Ein langer
Lauf tief in die Hälfte der Gäste wurde spät durch eine Holding-Flag zurückgeholt.
Die Dukes versuchten die Grizzlies mit einem Fake Punt zu überraschen, aber die
Gäste waren wachsam und konnten den Punter noch vor dem First Down stoppen.
Mit einer tollen Feldposition starteten die Grizzlies einen erneuten Angriff, der von
der Dukes Defense aber zu einem Field-Goal-Versuch reduziert werden konnte.
Glücklicherweise ging dieser daneben und auf dem Scoreboard steht weiterhin 7:6.
Für die Mostviertler roch es schon nach Playoff-Victory, aber ein Bad Snap, gefolgt
von einer schwerwiegenden Interception an die eigene 15-Yard-Linie brachte die
Dukes sofort wieder auf den Boden der Tatsachen.
Die Dukes Defense konnte mit letzter Kraft den anschließenden Drive der Gäste
stoppen und ein Field Goal blocken. Der Ball wurde von #21 Konstantin Laaber bis
an die 30 gebracht, und somit reichte ein First Down der Mostviertel Dukes für die
Victory Formation und den Einzug in den Iron Bowl 2026.
Ein besonderes Danke geht an das Notfall-Personal der Gäste für ihre
Professionalität und Einsatzbereitschaft in beiden Verletzungsfällen! Wir wünschen
beiden Spielern eine schnelle und vollständige Genesung.
Noch ein Nachtrag zum letzten Auswärtsspiel der Dukes gegen die Ried Gladiators:
Bei der Partie kam es von einem Spieler auf Seiten der Dukes zu einer rassistischen
Äußerung gegen einen Spieler der Gladiators. Nach interner Konsultation im Dukes
Vorstand wurde eine Geldstrafe an den Spieler verhängt, deren Betrag vollständig
an den Verein „ZARA“ – Zivilcourage und Anti-Rassismus-Arbeit gespendet wurde.
Zudem kommt es zu einer verstärkten Aufklärung und Sensibilisierung zum Thema
im Team. Diskriminierung und Rassismus haben im Sport keinen Platz – dazu
bekennen sich auch die Dukes voll und ganz.