Fotos von Sabrina Waldbauer
Was für eine Saison! Als Aufsteiger aus der Division III krönen die Mostviertel Dukes eine nahezu perfekte Spielzeit mit dem Gewinn des Iron Bowl XVIII. Nach nur einer Niederlage in der gesamten Saison sichern sich die Mostviertler den Titel der Division II und steigen damit in die Division I der Austrian Football League auf.
Der Weg ins Finale war bereits nichts für schwache Nerven: Im Halbfinale setzten sich die Dukes in einer packenden Defensivschlacht knapp mit 7:6 gegen die Grizzlies aus Stockerau durch. Im Endspiel wartete mit den Gladiators Ried ausgerechnet jener Gegner, gegen den die Mostviertler wenige Wochen zuvor ihre einzige Saisonniederlage hinnehmen mussten. Entsprechend fokussiert verlief die Vorbereitung auf das Finale – schließlich wollte man die Rechnung begleichen und den Titel ins Mostviertel holen.
Beide Teams mussten verletzungsbedingt auf wichtige Stammkräfte verzichten. Dennoch war bereits im Vorfeld klar, dass das Spiel vor allem am Boden entschieden werden würde, verfügen doch beide Mannschaften über herausragende Running Backs. Diese Prognose sollte sich bewahrheiten – auch wenn einige entscheidende Passspielzüge den Ausgang der Partie maßgeblich beeinflussten.
Die Gladiators eröffneten das Spiel mit ihrer Offense und konnten zunächst ein First Down erzielen. Der Drive geriet jedoch ins Stocken und endete mit einem Punt. Da Returner Benjamin Liedlbauer den Ball nicht sichern konnte, erhielten die Gastgeber unverhofft eine weitere Chance tief in der Hälfte der Dukes. Doch die Defense der Mostviertler setzte sofort ein Ausrufezeichen: Andreas Groismaier fing einen Pass des Rieder Quarterbacks ab und beendete die gefährliche Situation eindrucksvoll.
Die Offense der Dukes nutzte das Momentum eiskalt aus. Mit konsequentem Laufspiel marschierte sie über das gesamte Feld, ehe Benjamin Liedlbauer den Ball zum 7:0 in die Endzone trug (PAT gut).
Die Antwort der Gladiators ließ allerdings nicht lange auf sich warten. Running Back Julian Tiefenthaler durchbrach die Defense der Dukes und glich mit einem langen Touchdown-Lauf zum 7:7 aus (PAT gut).
Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch am Boden. Wieder dominierten die Dukes mit ihrem Laufspiel und erneut war es Benjamin Liedlbauer, der den Drive mit einem Touchdown zur 14:7-Führung abschloss (PAT gut).
Kurz darauf folgte die nächste spielentscheidende Szene: Erneut versuchten die Gladiators ihr Glück durch die Luft – und erneut war Andreas Groismaier zur Stelle. Mit seiner zweiten Interception des Tages brachte er die Offense der Dukes in hervorragender Feldposition aufs Feld. Dieses Mal sorgte Quarterback Manuel Vielhaber für die Punkte: Mit einem perfekt platzierten Pass fand er Jakob Zeitlhofer in der Endzone, der auf 21:7 erhöhte (PAT gut).
Nach der Halbzeit erwischten zunächst die Gastgeber den besseren Start und zwangen die Dukes-Offense zu einem schnellen Three-and-Out. Doch erneut machte die Defense den Unterschied. Jonathan Laaber fing den nächsten Pass der Gladiators ab und brachte seine Mannschaft wieder in Ballbesitz.
Die Defense der Hausherren hielt zunächst dagegen, doch nach einer Strafe, die den Dukes ein neues First Down bescherte, war es einmal mehr Benjamin Liedlbauer, der mit seinem dritten Touchdown des Tages auf 28:7 stellte (PAT gut).
Die Gladiators gaben sich jedoch noch nicht geschlagen. Julian Tiefenthaler verkürzte mit einem weiteren Touchdown-Lauf auf 28:14 (PAT gut). Nach einem Punt der Dukes keimte bei den Gastgebern nochmals Hoffnung auf. Doch die Defense der Mostviertler blieb auch in der Schlussphase eiskalt. Ein wichtiger Sack von Elias Dorninger zwang Ried erneut zum Punt und brachte die Dukes endgültig auf die Siegerstraße.
Im letzten Drive kontrollierte die Offense Ball und Uhr souverän, erzielte First Down um First Down und ließ den Gladiators keine Gelegenheit mehr für ein Comeback. Mit dem Schlusspfiff war die Sensation perfekt: Die Mostviertel Dukes gewinnen den Iron Bowl XVIII und steigen als Meister der Division II in die Division I der Austrian Football League auf.
Zum Most Valuable Player (MVP) des Finales wurde Andreas Groismaier gewählt. Mit seinen beiden Interceptions leitete er die entscheidenden Wendepunkte der Partie ein und prägte das Spiel ebenso wie Benjamin Liedlbauer, der mit drei Touchdowns offensiv glänzte.
Nach einer außergewöhnlichen Saison verabschieden sich die Dukes nun in die wohlverdiente Sommerpause. Bereits Mitte September beginnt die Vorbereitung auf das Abenteuer Division I. Den Auftakt bildet das große Herbst-Tryout am 19. September am Danube Field in Sarling, bei dem neue Spieler die Chance erhalten, Teil des nächsten Kapitels der Erfolgsgeschichte der Mostviertel Dukes zu werden.








